KULTUR PFLANZEN
Menschen verschiedener Herkunft säen, pflegen und ernten zusammen in
Kloten ein Weizenfeld. Die Feldfläche wird in Form einer Taube angelegt,
rundherum werden Mohnblumen gepflanzt. Jeweils nach der gemeinsamen Handarbeit findet ein Austausch über die Themen Nahrung, Arbeit,
Dialog der Kulturen und Religionen statt. Am Ende gibt es ein grosses Fest
mit den gebackenen Broten zu Speisen aus aller Welt, zu dem die Öffentlichkeit eingeladen ist.
HINTERGRUND
Kloten - Vom Bauerndorf zur Stadt von Welt:
Kloten hat sich seit den 60er Jahren von einem Bauerndorf zu einer international vernetzten Stadt entwickelt. Seit dem Bau des Flughafens ist die
Wohnbevölkerung um das Fünffache angestiegen, und der Anteil der ausländischen Bevölkerung hat sich auf heute 28.3% erhöht. Die Bevölkerung
der Stadt Kloten weist damit eine grosse ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt auf. Dies erfordert eine integrative und kreative Gestaltung des
Zusammenlebens. Die Bewirtschaftung eines Weizenfeldes schafft einen
gemeinsamen Bezugspunkt, indem es an die menschlichen Lebensgrundlagen und die Begrenztheit der Ressourcen erinnert. Das Projekt kann insofern als Kulturproduktion verstanden werden, indem es ein Zeichen für
die sorgsame und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Menschen
und mit der Natur setzt.
ZIELE
Integration, Kooperation, Reflexion:
• Unterstützung der Integration, Verwurzelung und aktiven Mitgestaltung
des Zusammenlebens verschiedener Stadtbewohner
• Übung der praktischen und dialogischen Zusammenarbeit
in gegenseitiger Achtung
• Aufwertung und Erhaltung der Handarbeit und
der bäuerlichen Kultur
• Erinnerung an den Wert der menschlichen Lebensgrundlagen,
der biologischen Vielfalt und an die Begrenztheit der Ressourcen
• Bewusstsein schaffen für die globale Verflechtung von Nahrung, Armut,
Konflikten, Religion und Kultur
• Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die interkulturelle
und interreligiöse Friedensarbeit
• Stadtraumgestaltung durch die Kooperation von öffentlichen, kirchlichen und privaten Organisationen
TEILNEHMERINNEN
Wer macht mit?: Angesprochen zur Teilnahme sind Menschen jeden Alters, die am interkulturellen Austausch und an praktischer Arbeit interessiert sind. Besonders
willkommen sind Klotener unterschiedlicher Herkunft und Religion - eine
grosse Heterogenität der Gruppe ist erwünscht. Minimale Teilnehmerzahl
ist 8, maximale ca. 30.
ZEIT UND ORT
Zeitplan: Das Projekt startet im März und dauert bis September 2010. Zur Feldarbeit
und dem Austausch treffen sich die TeilnehmerInnen insgesamt an 6 Halbtagen. Die Schlussfeier findet voraussichtlich am Sonntag 12. September
2010 statt.
Standort und Treffpunkte: Der Standort des Feldes liegt auf der ‚Rossweidʻ am Ewigen Wegli in Kloten. Die Informationsveranstaltung sowie die Dialoge finden im Atelier des
Hegnerhofs im Dachgeschoss des Hauses Dorfstr. 61 statt. Zum Brot backen könnte der Holzofen im Bücheler-Hus (hellblau) benutzt werden. Die
Schlussfeier ist im Kirchgemeindehaus der Ev.-Ref. Kirche Kloten an der
Kirchgasse 30 geplant. (Quelle Plan: search.ch, TeleAtlas, swisstopo)
TRÄGERSCHAFT UND PARTNER
Förderverein Hegnerhof:
Träger des Projekts ist der Förderverein Hegnerhof Kloten. Der 2009 gegründete Förderverein plant, in einer ehemaligen Scheune an der Dorfstrasse 63 ein kleines Kulturzentrum einzurichten und Raum für Projekte in
Bereichen der Künste, Gesellschaft und Umwelt zu schaffen. Ein Anliegen
ist es unter anderem, das Erbe der lokalen Kultur des Bauerns und Werkens in zeitgemässe Formen zu übersetzen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Förderverein Hegnerhof ist konfessionell
und politisch neutral und verpflichtet sich dem Grundsatz der Gemeinnützigkeit.
Partner: Zur ideellen Unterstütztung werden die Stadt Kloten, die Evangelisch-Reformierte Kirche Kloten und die Römisch-Katholischen Kirche angefragt.
Die Projektentwicklung ist - unabhängig von der Durchführung in Kloten
- eingebettet in den Weiterbildungsstudiengang CAS ‚Religiöse Begleitung
im interkulturellen Kontextʻ der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften.
Sponsoren: Der Förderverein Hegnerhof Kloten bietet Räume, Werkzeug, das Land
und unbezahlte Arbeitszeit (Projektleitung). Er verfügt noch über keine finanziellen Mittel. Für die entstehenden Kosten werden SpenderInnen gesucht.